Die Rettung der Ehebrecherin

Eine biblische Parallele zum therapeutischen Sandspiel, in: Sandspiel-Therapie. Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis einer Heilmethode, Heft 25 Stuttgart 2008 71-75.

Der biblische Text von der Rettung der Ehebrecherin im Johannesevangelium wird theologisch unterschiedlich interpretiert. Besonders das Verhalten Jesu, der sich niederbeugt und mit dem Finger auf den Boden schreibt, ist weitgehend ungeklärt. Wenn ich die Szene aus der Sicht eines Psychotherapeuten betrachte, fällt mir eine bemerkenswerte Parallele zum therapeutischen Sandspiel auf. Jesus verlässt die bewusste Ebene der kognitiven Kommunikation und begibt sich auf eine tiefere Ebene mit unbewussten Inhalten, Stimmungen und Gefühlen. Indem er mit seinen Händen den sandigen Boden berührt, findet er eine Lösung für die kritische Situation. Im Kontakt mit der Erde sammelt er sich selbst, ordnet seine Gedanken, findet zu seiner Stärke, zu sich selbst, und spricht die rettenden Worte: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie.“

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